Osteuropa-Seminar: Ost – und westkirchliche Spiritualität

GruppenphotoVom 22. bis 25. Mai 2017 trafen sich 22 Stipendiaten/innen des KAAD vor allem aus Osteuropa, unterstützt durch 5 Teilnehmende aus dem Nahen Osten und Indien, in der Bildungsstätte Kloster Ludgerus in Helmstedt zu dem Seminar „Östliche und westliche Spiritualität“. Begleitet wurde das Seminar vom Referatsleiter Osteuropa, Markus Leimbach, und P. Prof. Dr. Ulrich Engel OP, einem der Geistlichen Beiräte des KAAD. Zur Gruppe gehörten auch 4 Stipendiaten des Albertus-Magnus-Programms.

Dr. Johannes Oeldemann

Dr. Johannes Oeldemann

Seminar

Der thematische Einstieg von Dr. Johannes Oeldemann, Direktor am Johann-Adam-Möhler Institut für Ökumenik in Paderborn, gab einen hervorragenden Überblick über die Entwicklung und Hintergründe der einzelnen orthodoxen und unierten Kirchen. In einem zweiten Teil analysierte Dr. Oeldemann den ökumenischen Dialog der Kirchen untereinander. In den folgenden Arbeitseinheiten stellten einzelne Teilnehmer an Hand von Leitfragen ihre Kirchen vor. Adam Kubik berichtete über die römisch-katholische Kirche in Polen und verglich dies mit seinen Erlebnissen in der KHG in Heidelberg. Gligor Tasev gab einen Einblick in das Leben der unierten griechisch-katholischen Kirche in Ma-zedonien, Daryna Poseichuk nahm die Teilnehmer mit auf eine Führung durch „ihre“ orthodoxe Kirche in der Ukraine. Durch Sona Grigoryan lernten sie die Bedeutung der Kreuzsteine als Gedenksteine in der schon sehr langen Traditi-on der armenisch-apostolischen Kirche kennen. Zum Schluss berichtete Rimon Wehbi über die Situation der melkitischen Kirche in Syrien, eine Kirche in der heute noch die Sprache Jesu, das Aramäisch verwendet wird.

Gottesdienst

Gottesdienst

Den spirituellen Teil prägte das eigene Erleben, durch Morgenmeditationen, die von Peter Bara und Mireia Ryskova vorbereitet wurden, durch zwei Gottesdienste, die von P. Engel, P. Polishetti, P. Nanduri und P. Mularikkal gestaltet wurden. Ein besonderes und tiefes Erleben war die Feier einer byzantinischen Andacht zur Gottesmutter Maria, die von dem AMP Stipendiaten Mykola Vytivski vorbereitet wurde. Für diese Andacht haben die Teilnehmer während zweier kurzer Gesangsproben unter Anleitung von Ovanes Ambartsumian und Mykola Vytivski die Gesänge und Gebete eingeübt.
Zur erfolgreichen Umsetzung des Seminars hat das Haus mit seiner ruhigen Umgebung, seinem Ambiente und der guten leiblichen Versorgung beigetragen. Zum Kennenlernen der geschichtsträchtigen Umgebung diente der Ausflug zu den ehemaligen deutsch-deutschen Grenzanlagen und der Gedenkstätte des Grenzüberganges Marienborn.