Internationale KAAD-Konferenz in Yerewan/Armenien

Vom 14. bis 17. Juni 2017 trafen sich 30 Alumni aus Armenien, Georgien, Ungarn und der Ukraine auf Einladung des armenischen Alumni-Vereins zu einer internationalen Konferenz in Yerewan mit dem Thema: Osteuropa im Wandel: Bildungsinstitutionalisierung – neue Dimensionen, Perspektiven und Herausforderungen. Organisiert wurde die Konferenz und das kulturelle Begleitprogramm von Dr. Elena Etaryan und Eduard Saroyan. Neben den armenischen Alumni waren auch Vertreter/innen der Alumni-Vereine aus Georgien, der Ukraine und Ungarn eingeladen.  Die Konferenz fand an der Brujssow-Universität für Sprachen und Sozialwissenschaften statt.

AuditoriumBegrüßungspanelDie Prorektorin für Internationales ging in ihrem gemeinsamen Vortag mit Angelina Hovhannisyan aus der Abteilung für Internationale Beziehungen des armenischen Bildungsministeriums vor allem auf die Schwierigkeiten des Studiums im Ausland für armenischen Studierende ein. Dabei bezogen sie sich insbesondere auf Austausch-Studierende. Hierzu stellten die beiden Vortragenden Ergebnisse einer Befragung von Studierenden vor. Hauptproblempunkte sind die mangelnden Sprachkenntnisse, Finanzprobleme, die Trennung von der Familie, Einreiseprobleme sowie Schwierigkeiten mit der Integration in das Studienprogramm im Heimatland. Auf diese Problematik wies auch Dr. Frank Meier von der Universität Düsseldorf hin, indem er schilderte, dass es eine Diskrepanz zwischen gewünschten Mobilitäten und Auslandserfahrungen von Studierenden und den Vorgaben der Curricula der Studiengänge gebe. Vielfach führen Auslandssemester zu Studienverzögerungen. Lösungen bieten sogenannte „Mobility windows“ in den Studiengängen. Prof. Andrea Cnyrim von der Universität Karlsruhe berichtete an Videobeispielen über die notwendigen interkulturellen Kompetenzen auf beiden Seiten; sowohl Gastgebende wie auch Gäste müssten sich aufeinander einstellen. Der Referatsleiter Osteuropa, Markus Leimbach, nutzte die Konferenzteilnahme als Chance, um Studierenden und den Dozentinnen der Brujssow-Universität die Arbeit des KAAD und die Stipendienmöglichkeiten vorzustellen.

Genozid MuseumEin Reihe von KAAD-Alumni-Vorträgen eröffneten das Panorama der Bildungslandschaft in Ost- (mittel-) europa und ihrer Internationalisierung, so zum Wertewandel im Bildungsaustausch (Armenien), zur Internationalisierung in der Ukraine und zu bildungspolitischen Entwicklungen in Georgien und Ungarn im Kontext von Transformationsprozessen. (vgl. Programm)
Umrahmt wurde die Konferenz durch ein kulturelles Programm, wie den Besuch der alten Königstadt Garni und des „Genozids“-Museums in Yerewan.