Suche Frieden – Wege zu einer Kultur der Gewaltlosigkeit – Seminar im Rahmen des 101. Deutschen Katholikentags in Münster

????????????????????????????????????????????????????????????????????????Mit einer bunten Gruppe von 46 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus 23 Ländern nahm der KAAD auch dieses Mal wieder im Rahmen eines Seminares am Katholikentag teil. Durch die weltkirchliche Partnerschaft mit (Nord-) Ghana war die gastgebende Stadt Münster für den KAAD ein besonderer Ort. Dies war schon vier Jahr zuvor in Regensburg der Fall, wo eine diözesane Partnerschaft mit Myanmar ebenfalls durch den KAAD mitgetragen wird. Der Katholikentag in Münster war der 101. und fand vom 9.-13. Mai statt. Das KAAD-Seminar im Rahmen des Katholikentags wurde von Dr. Marko Kuhn, Referatsleiter beim KAAD, und P. Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, Geistlicher Beirat des KAAD, geleitet. Im KAAD Team waren weiterhin die Assistentin im Generalsekretariat, Dorit Raderschatt, die Referentin im Afrika Referat, Miriam Roßmerkel und die Referatsleiterin Nahost Dr. Nora Kalbarczyk.

Podium 3Unter dem Motto „Suche Frieden – Wege zu einer Kultur der Gewaltlosigkeit“ besuchte die Seminargruppe verschiedene Veranstaltungen des Katholikentags zu Themen wie dem weltweiten christlich-islamischen Dialog, den politisch-sozialen Konflikten im Nahen und Mittleren Osten, sowie der schwierigen Lage Deutschlands als Akteur und Vermittler in der aktuellen politisch angespannten Weltlage. Darüber hinaus trat der KAAD auch mit drei selbst organisierten Podien in Erscheinung:

  1. „Afrika und Europa – gemeinsame Zukunft in einer gerechten Welt?“ auf Anfrage der Programmleitung des Katholikentags.
  2. „Suche Frieden durch den Dialog der Religionen – Zusammenleben in Nordghana“ in Zusammenarbeit mit dem Bistum Münster (weltkirchliche Partnerschaft mit Ghana)
  3. und „Chancen im Heimatland zur Bekämpfung von Fluchtursachen. Das Beispiel Ghana und seine Migrationsströme“ ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Bistum Münster (weltkirchliche Partnerschaft mit Ghana).

Podium 2Diese Podien wurden auch durch eigens eingeladene internationale Gästen geprägt. Alle Podien fanden aufgrund ihrer weltpolitischen Aktualität und den prominenten Besetzungen großen Publikumsanklang, was an immer schon frühzeitig überfüllten Sälen und stets anregenden Diskussionen ersichtlich war. Auf den Podien diskutierten unter anderem Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Peter Kardinal Turkson (Vatikan/Ghana), Weihbischof Dr. Stephan Zekorn (Münster), Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Univ. Münster) und Dr. Nora Kalbarczyk (KAAD) mit dafür geladenen Bischöfen aus Ghana, einem Imam aus Nordghana und drei afrikanischen Stipendiaten/Alumni des KAAD.????????????????????????????????????

Dies regte auch in der Seminargruppe zu lebhaftem Diskurs und Reflexion über weltweiten interreligiösen Dialog und globale Entwicklungsthematiken an. Von großem Nutzen erwiesen sich hierfür die Reflexionsrunden im Seminarablauf, da sie nicht nur als Rückzugsort für die Gruppe aus dem Trubel des Katholikentags-Geschehen fungierten, sondern auch stets zu klärendem Austausch verhalfen.

????????????????????????????????????????????????????????????????????????Lebendig und in seiner vollen Vielfalt präsentierte sich der KAAD auch in weiteren kleineren Programmpunkten: Ein von KAAD-Stipendiaten/innen gestalteter Gottesdienst zur Mittagszeit, der gemeinsam mit dem Cusanuswerk vorbereitet wurde, eine Präsentation der weltkirchlichen Partnerschaften des Bistums Münster, bei der ghanaische Stipendiaten/innen sangen, tanzten und als Gesprächspartner auftraten. Die ghanaische KAAD-Gruppe repräsentierte hier die gelebte Partnerschaft Nordghanas mit der Diözese Münster, die auf dem Katholikentag besonders im Mittelpunkt stand und auch mit weiteren geladenen Gästen aus Ghana gefeiert wurde.

StandbildEingebettet in die bunte Landschaft der „Lebenswelten Studium“ der KSHG Münster war der KAAD auch mit einem Stand vertreten, an dem zur Stipendienarbeit des KAAD und dessen globalen Netzwerken informiert wurde. Hier bekamen die Seminarteilnehmenden auch abwechselnd die Möglichkeit, interessierten Standbesuchern über ihr Studium und ihre Heimatländer zu berichten.

WeltkircheDie Seminargruppe nahm auch an anderen Großveranstaltungen des Katholikentags teil, wobei die Stipendiaten/innen besonders die religiöse und spirituelle Gemeinschaft der Christen bei Eröffnungs- und Abschlussgottesdiensten beeindruckte. Der weltkirchliche Gottesdienst mit anschließendem Empfang wurde als große Bereicherung erlebt. Diese Erfahrung der Einheit im Glauben war für viele ein einmaliges, glaubensstärkendes  und belebendes Erlebnis. Viele Teilnehmende des Seminars berichteten von ihrer Begeisterung über diese spirituelle Erfahrung und gleichzeitig auch über ihre Sensibilisierung und den Erkenntnisgewinn bezüglich innerdeutscher und globaler Politikgeschehnisse. Dies war sicher auf das dieses Jahr so hochpolitisch und brandaktuelle Thema des Katholikentags zurückzuführen – der Suche nach Frieden in einer hochkomplexen und prekären Weltlage.