Aktuelles

Standardpublikationen sind jährlich der Jahresbericht, das Jahresprogramm und die Dokumentation der Vorträge der Jahresakademien. Außerdem werden Auslandsakademien publiziert sowie Zeitschriften der Alumni-Vereinigungen. Der aktuelle Jahresbericht ist kostenlos zu bestellen über: zentrale(at)kaad.de.

Archiv der allgemeinen Publikationen

KAAD / Jahresberichte

  • Weltkirchliche Kooperationsprojekte mit deutschen Bistümern. Bonn 2016.
  • Gemeinsame Zukunft in einer gerechten Welt. Das Jubiläumsjahr des KAAD in Textdokumenten. Bonn 2008; 128 S. ISBN: 978-3-926288-32-5, EUR 7,00
  • Verbundenheit im Geist. Peter Hünermann zu Ehren. Vorträge aus der Zeit seiner Präsidentschaft (1985-2002) Bonn, 2003; 138 S. ISBN: 3-926288-22-1, EUR 6,0

Jahresberichte

Auslandsakademien

  • Hermann Weber: La memoria colectiva en procesos de justicia transicional y reconciliación; Eröffnungsvortrag im Rahmen der internationalen Konferenz in Bogotá, Februar 2016.
  • Hermann Weber: Times of Transformation – Times of Faith: The Potential of “Change Agents” (6. Juni 2014, Konferenz in Kairo zum Thema „Religion and Transformation: The Role of Christians and Muslims for Processes of Social Change“)
  • Hermann Weber: Change Agents for Civil Society and Church in Myanmar: The Role of KAAD-Alumni; Vortrag im Rahmen des KAAD-Alumnitreffens in Myanmar, November 2012.
  • Marko Kuhn (Hg.): Facing Afrika´s future in a Global Era. The Power of Higher Education and Research. Bonn 2011; 123 S. ISBN: 978-3-926288-33-2, EUR 5,00
  • Luiz Carlos Bombassaro, Thomas Krüggeler und Ricardo Timm de Souza (Hg.): Democracia e Inclusão social. Porto Alegre 2009; 263 S. ISBN: 978-85-7430-815-9
  • The Role of Universities in the Dialogue of Cultures and Religions, Bonn 2006; 158 S. ISBN: 978-3926288-27-1, EUR 8,00
  • Worlds Apart: Local and Global Villages. Nairobi 2004. ISSN: 1681-5890, EUR 6,50
  • Human and Economic Development. The Importance of Civil Society and Subsidiarity. Auslandsakademie Ghana 1998 (Reihe Afrika, Bd. III) Bonn, 2000; 142 S. ISBN: 3-926288-17-5, EUR 6,50

Kirche / Religionen

  • Hermann Weber (Hg.): Globale Mächte und Gewalten – Wer steuert die Welt? Die Verantwortung der Weltreligionen. Ostfildern 2011; 226 S. ISBN: 978-3-7867-2880-1
  • Die Katholische Kirche und die Internationalisierung der Hochschulen: Ergebnisse einer Diözesanumfrage 2009; Bonn 2010; 66 S. (Zusammenfassung)
  • Heinz Otto Luthe und Carsten-Michael Walbiner (Hg.): Anstoß und Aufbruch – Zur Rezeption der Regensburger Rede Papst Benedikts XVI. bei Christen und Muslimen. Bochum 2008. Bestellung nur beim Verlag Dr. Winkler möglich
  • Wissenschaft und Spiritualität, Bonn 2007; 132 S.ISBN: 978-3-926288-30-1, EUR 7,00
  • The Role of Universities in the Dialogue of Cultures and Religions, Bonn 2006; 158 S. ISBN: 978-3926288-27-1, EUR 8,00
  • An der Schwelle. Gesellschaft und Religion im Transformationsprozess Chinas. Bonn, 2005; 146 S. ISBN: 3-926288-26-4, EUR 8,00
  • Religionen auf Wanderschaft. Bonn, 2004; 128 S. ISBN: 3-926288-24-8, EUR 7,00
  • Kossi J. Toussou. Erdhafte Inkulturation. Beiträge zur Afrikanischen Theologie (Reihe Afrika, Bd. II) Bonn, 1999; 151 S. ISBN: 3-926288-15-9, EUR 6,50

Entwicklungspolitik

  • José Luis Luna Bravo, Adrian E. Beling und Ana María Bonet de Viola (Hg.): Pluralismo e interculturalidad en América Latina en tiempos de globalización. Buenos  Aires 2016; 298 S. ISBN: 978-987-1982-76-9
  • Luiz Carlos Bombassaro, Thomas Krüggeler und Ricardo Timm de Souza (Hg.): Democracia e Inclusão social. Porto Alegre 2009; 263 S. ISBN: 978-85-7430-815-9
  • Migration zwischen sozialem Konflikt und Ressource – Internationale Perspektiven und das Fallbeispiel China, Bonn 2007; 174 S.ISBN: 978-3-926288-31-8, EUR 8,00
  • Soziale Verantwortung neu denken. Bonn, 2005; 128 S.ISBN: 3-926288-25-6, EUR 7,00
  • Worlds Apart: Local and Global Villages. Nairobi 2004. ISSN: 1681-5890, EUR 6,50
  • Wurzeln der Konflikte – Instrumente des Friedens. Bonn, 2003; 106 S. ISBN: 3-926288-23-X, EUR 6,00

Länderspezifische Publikationen

Afrika

  • Marko Kuhn (Hg.): Facing Afrika´s future in a Global Era. The Power of Higher Education and Research. Bonn 2011; 123 S. ISBN: 978-3-926288-33-2, EUR 5,00
  • Human and Economic Development. The Importance of Civil Society and Subsidiarity. Auslandsakademie Ghana 1998 (Reihe Afrika, Bd. III) Bonn, 2000; 142 S. ISBN: 3-926288-17-5, EUR 6,50
  • Kossi J. Toussou. Erdhafte Inkulturation. Beiträge zur Afrikanischen Theologie (Reihe Afrika, Bd. II) Bonn, 1999; 151 S. ISBN: 3-926288-15-9, EUR 6,50

Asien

  • Migration zwischen sozialem Konflikt und Ressource – Internationale Perspektiven und das Fallbeispiel China, Bonn 2007; 174 S.ISBN: 978-3-926288-31-8, EUR 8,00
  • Myanmar. Bildung und Entwicklung in einem multiethnischen Staat. Bonn 2007; 128 S.ISBN: 978-3-926288-29-5, EUR 7,00
  • An der Schwelle. Gesellschaft und Religion im Transformationsprozess Chinas. Bonn, 2005; 146 S. ISBN: 3-926288-26-4, EUR 8,00
  • Südostasien: Religion – Kultur – BildungBonn, 2001; 171 S. ISBN: 3-926288-20-5, EUR 6,50

Osteuropa

Sonstiges

  • Wissenschaftskultur oder Wissenschaftsmarkt? Bonn, 2002; 218 S. ISBN: 3-926288-21-3, EUR 10,00
  • Im Spiegel der Anderen: Deutschland. Geschichte – Sprache – Mentalität – Religion. Bonn 2006; 95 S. ISBN-13: 978-3-926288-28-8, EUR 5,00

Materialien der Jahresakademien

2017 - Scientific Community: Interdisziplinäre Forschung für Frieden, Entwicklung und Bewahrunge der Schöpfung

Im Angesicht immer komplexerer und global verdichteter Herausforderungen wird interdisziplinäres, fächerübergreifendes und „integratives“ Forschen zu einer
Notwendigkeit. Das bedingt aber nicht nur ein (multidisziplinäres) Zusammentellen von Ergebnissen, sondern einen schwierigen Weg der Zusammenführung von Methoden und Fachsprachen, letztlich auch Wissenschaftskulturen. „Transdisziplinär“ sollte es auch die Handlungs- und Politikdimension von Wissenschaft kritisch einbeziehen.
In einer Universitäts- und Wissenschaftswelt, die von Ökonomisierungstendenzen geprägt erscheint, darf es daher beim interdisziplinären Studieren und Forschen nicht allein um pragmatische Problemlösungsnetzwerke gehen, durch die etwa einzelwissenschaftliches und regionales Tiefenwissen vorschnell global und in immer weiter gefassten „Clustern“ übersprungen wird – beginnend bei den Curricula der Bachelor- und Masterstudiengänge. Der Horizont der Einheit der Wissenschaften, den interdisziplinäres Forschen voraussetzt und schafft, sollte vielmehr von ethischen Leitbildern geprägt sein und den kulturell-religiösen Grund der Wissenschaft im Blick behalten. So könnte sich auch eine weltweite „Scientific Community“ als friedensstiftender und – angesichts zunehmender politischer Irrationalismen – dem Ringen um Wahrheit verpflichteter Akteur erweisen.
Die Jahresakademie des KAAD mit Studierenden und Forschern aus über 50 Ländern hat in diesem Resonanzraum ihren eigenen interdisziplinären Reichtum „zum
Klingen“ gebracht und zugleich in einen interkulturellen und interreligiösen Dialog einbettet. Dies geschah am Beispiel einiger übergreifender und für eine global ausgerichtete (Entwicklungs-)Politik besonders relevanter Fragestellungen.

FORUM 1:
Friedens- und Konfliktforschung regional, global, interdisziplinär

FORUM 2:
Wasser: Moleküle – Ressource – Lebensquell

FORUM 3:
Ethische Perspektiven in Medizin und Naturwissenschaften

FORUM 4:
Von „Mental Health“ zu „Seelenheil“: Geist und Seele interdisziplinär

FORUM 5:
„Campus der Religionen“? Theologien zwischen religiösem Dogma, Wissenschaft und Dialog
Präsentation:  Prof. Dr. Klaus von Stosch, Universität Paderborn

Friedensforschung und Friedensethik als interdisziplinäre Aufgabe
Vortrag: Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff, Universität Freiburg, Präsident des KAAD (english version)

2016 - "Ich und Wir - Wir und die Anderen: Auf der Suche nach Identitäten in einer globalisierten Welt"

Die oft gewaltsamen Konflikte, die unsere zusammenwachsende Welt durchziehen, sind fast immer verbunden mit Fragen der Anerkennung von Identitäten. Während die Globalisierung – als intensivierte reale und virtuelle Vernetzung, gezeichnet von Migrationsströmen und allerorts wach-sender Pluralisierung – feste Identitätszuschreibungen zu unterlaufen, ja aufzulösen scheint, steigt doch oder bleibt zumindest das Bedürfnis, sich als Einzelperson, als Gruppe, als politische oder religiöse Gemeinschaft zu „identifizieren“ und zu legitimieren. Mit zunehmender Mobilität und erweiterten Kommunikationsmöglichkeiten wächst dabei auch die Spannung zwischen zugeschriebener und selbst gewählter Identität, wird auch Wandel von Identitäten, ja „Multiplizität“ leichter, sogar zwingender.
Identitäten sind, besonders wenn der ab- oder gar ausgrenzende Aspekt dominiert, oft Teil von Ideologien, von Instrumentalisierungen für wirtschaftliche und politische Interessen. Wissenschaftliche Identitätenkritik vermag so vielfach die „konstruierten“, „erfundenen“ Elemente aufzuweisen, die in „wiederentdeckten“  Nationalismen, Regionalismen, aber z. B. auch in religiösen Fundamentalismen liegen können. Zu solchen Verhärtungen, ja potenziell „mörderischen“ Identitäten scheinen die „Identitätenspiele“ der virtuellen Welt, von den Masken der einzelnen User zu den sich mutationsartig verändernden Gruppenbildungen im social networking, einen flexiblen, jedoch wenig tragfähigen Kontrast zu bilden.
Können „transnational“ bzw. „kosmopolitisch“ orientierte Konzepte von Identität Konflikten vorbeugen und einer wirklich gemeinsamen Zukunft der Menschen und ihrer Gemeinschaften zum Durchbruch verhelfen? Auf unserer Jahresakademie mit Teilnehmenden aus über 50 Ländern wurde im interkulturellen und interreligiösen Dialog auch diese Frage vertieft. Die katholische Kirche, die über den KAAD dazu eingeladen hat, versteht sich selbst als eine grenzüberwindende, insofern „ortlose“ und doch in konkreten Gemeinden und Gemeinschaften, verbunden durch den Geist Gottes, je neu geerdete „Weltkirche“.

  • Forum 1: Gefundene und erfundene Gemeinschaften: Die Wiederkehr ethnischer und nationaler Identitäten
    • Präsentation von Lars Leszczensky, Universität Mannheim: „Ethnische und nationale Identität von Kindern und Jugendlichen“
    • Präsentation von Dr. Lutz Schrader, Fernuniversität Hagen
  • Forum 2: Religiöse Identitäten im Spannungsfeld politischer und wirtschaftlicher Interessen
  • Forum 3: Als Avatar in sozialen Netzwerken: Virtuelle Identitäten
  • Forum 4: „Typisch – Typisch wir“ – Schwierigkeiten beim Präsentieren unserer Identität(en)
  • Forum 5: „Heimat“ – Verwurzelung in einer globalisierten Welt
    • Präsentation von Prof. Dr. Beate Mitzscherlich, Hochschul Zwickau
  • Podiumsdiskussion: Identitätspolitik für eine gemeinsame Zukunft: Chancen und Grenzen von Transnationalismus und Weltbürgertum

2015 - „Global Student“? - Bildungsmigration als Herausforderung für Universität und Kirche

Weltweit sind nach OECD-Angaben (2011) 4,3 Millionen Menschen zu Studien- und Forschungszwecken außer Landes. Wachsende finanzielle Möglichkeiten neuer Mittelklassen, vor allem im asiatisch-pazifischen Raum, bewirken u. a. diese stark steigende Mobilität (in Deutschland als drittgrößtem Gastland sind derzeit über 300.000 „International Students“). Ökonomische Dynamiken – die Suche nach qualifizierten Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten auf individueller Ebene wie die Einwerbung von Fachkräften und Finanzen für die Hochschulen auf wirtschaftlich-politischer Ebene – scheinen diese Ströme zu steuern. Neben der noch vorherrschenden Richtung von „Süd“ nach „Nord“ spielen auf unserem Globus verstärkt auch die Schwellenländer – entsendend und aufnehmend – eine bedeutende Rolle.
Entsteht auf diesem weltweiten „Bildungsmarkt“, der sich eher in einen von Angleichungsprozessen geprägten (berufsbezogenen) Ausbildungsmarkt entwickelt, auch ein neuer Typus des „Global Student“, flexibel und vernetzt, real und virtuell zirkulierend, versiert in Englisch als dominanter Verkehrs- und Wissenschaftssprache, insgesamt damit marktkonform?  Oder gäbe es da noch eine andere Seite der „Internationalisierung“ der Hochschulen, die ihren Sinn jenseits wirtschaftlicher Logik in der Persönlichkeitsbildung der „Mobilen“, in vertiefter kultureller Begegnung und globaler Verantwortung für Gerechtigkeit und Frieden finden könnte?

Die Kirche als weltweite Gemeinschaft und „universitas“ aus Tradition wirbt – sichtbar und dialogoffen zugleich –  in ihren eigenen Bildungseinrichtungen, in der Hochschulpastoral und in ihren Hilfswerken – wie dem KAAD – für diese „andere Seite“ der internationalen Bildungsmigration. Unsere Jahresakademie mit Teilnehmern/innen aus über 50 Ländern hat das aktuelle globale Panorama vor allem in seinen Problemen und Chancen für interkulturelle und interreligiöse Begegnung und Zusammenarbeit nüchtern und visionär zugleich analysiert – als Beitrag zur Debatte um das Bild der Institutionen Universität und Kirche in einer globalisierten Welt.

  • Forum 1: „Emerging Countries“ der Bildungsmigration: Vom Brain Drain zum Austausch auf Augenhöhe?
    • Präsentation von Prof. Dr. Wolfgang Lauterbach, Universität Potsdam
  • Forum 2: Bildung online? Virtualisierung der akademischen Welt
    • Präsentation von Christian Friedrich, Universität Lüneburg
    • Präsentation von Katrin Haufe-Wadle, DAAD: Bildung online? Virtualisierung der akademischen Welt
  • Forum 3: Studierende als Change Agents?
    • Vortrag Dr. Florian Stoll, Universität Bayreuth
    • Abstract von Ariana Kellmer, Universität Duisburg-Essen
  • Forum 4: „Global English“ oder Begegnung in einer fremden Sprache?
    • Präsentation von Prof. Dr. Winfried Thielmann, TU Chemnitz
    • Präsentation von Dr. Johannes Müller, International Office, Universität zu Köln
  • Forum 5: Religionen auf dem Campus: Wettbewerb oder Dialog?
  • Podiums- und Plenumsdiskussion: Vom „ausländischen Studierenden“ zum „Global Student“?: (kultur-) politische Chancen der Internationalisierung
    • Impulsreferat von PD Dr. Uwe Hunger, Universität Siegen
    • Präsentation von Thomas Böhm, Hochschulrektorenkonferenz Bonn
    • Vortrag von Adrian Beling, HU Berlin
    • Vortrag von Dr. Claudia Lücking-Michel MdB

2014 - Gesundheit ohne Grenzen? – „Global Health“ in interkultureller Perspektive

Gesundheit ist nicht nur ein wesentlicher Faktor des individuellen Lebensglücks, sondern gehört als öffentliches Gut auch zum Kernbestand der Menschenrechte. Dass nach Expertenaussagen etwa eine Milliarde Menschen nur unzureichenden Zugang zu Ärzten und Gesundheitsdiensten haben, ist nur ein Indiz für eine fehlende Gesundheitsgerechtigkeit in unserer globalisierten Welt. Die aktuellen Diskussionen um neue Entwicklungsziele (Post-MDGs) und das Konzept der Bundesregierung zur „Globalen Gesundheitspolitik“ (Juli 2013) machen deutlich: Den Bedürftigen das Notwendige zukommen zu lassen und damit im Weltmaßstab eine Priorität auf die Stärkung der Gesundheitssysteme (im ländlichen Raum) der Entwicklungsländer zu setzen, bleibt angesichts der großen Ungleichheiten ein Desiderat globaler Gesundheitspolitik, die sich an Werten und nicht nur an zweckrationalen oder ökonomischen Erfordernissen orientiert.

Die kirchliche Entwicklungsarbeit versucht, all dies konsequent im Blick zu behalten und am Aufbau verlässlicher Strukturen jenseits nur katastrophengesteuerter Interventionen mitzuarbeiten, zumal wenn im Kontext eines globalen Fachkräftewettbewerbs die Einwerbung medizinischen Fachpersonals durch reichere Länder zunimmt („Care Drain“). Diese stellt auch für die Stipendienpolitik des KAAD eine besondere Herausforderung dar.
Unsere Jahresakademie mit Teilnehmenden aus 47 Ländern bot ein breites interdisziplinäres Forum, um Gesundheitsfragen im Zusammenhang mit Ökologie, Migration und anderen grenzübergreifenden Handlungsfeldern zu thematisieren – immer auch unter Einbezug der kulturellen und religiösen Dimensionen.

  • Forum 1 „Prioritäten für Gesundheitssysteme in Entwicklungs- und Transformationsländern“
    • Präsentation von Dr. Marlies Reulecke, Missionsärztliches Institut Würzburg: „Prioritäten für Gesundheitssysteme“
    • Präsentation von P. Carlos Man Ging Villanueva, Ecuador: „Das Gesundheitssystem in Ecuador“
    • Präsentation von Joseph Kwame Wulifan, Ghana: „Health Care in Ghana“
  • Forum 2 „‚Care Drain‘: Wettbewerb auf einem globalen Fachkräftemarkt“
  • Forum 3 „‚Gesundheit‘ und ‚Krankheit‘ als kulturelle Konstrukte
    • Vortrag von Dr. Katarina Greifeld, Frankfurt: „Biomedizin und traditionelle Medizinen – Verständnisse von Gesundheit und Krankheit“
  • Forum 4 „Heil und Heilung: Gesundheit in (inter-)religiöser Perspektive
    • Präsentation von Dr. Vaja Vardidze, Georgien: „Heil und Heilung aus existenzanalytischer Sicht“
    • Ansprache von P. Prof. Dr. Ulrich Engel, Berlin: „Heil und Heilung“
  • Forum 5 „High-Tech-Medizin zwischen Ethos und Markt“
    • Präsentation von Dr. Andreas Wulf, medico international: „Reflektionen aus der Basisgesundheitsperspektive“
  • Podiums- und Plenumsdiskussion: Wege zu globaler Gesundheitsgerechtigkeit
    • Impulsreferat von PD Dr. Walter Bruchhausen, Universität Bonn/Aachen
    • Präsentation von PD Dr. Walter Bruchhausen, Universität Bonn/Aachen: „Pathways to global health justice“
    • Präsentation von Dr. Gerd Eppel, GIZ Bonn
    • Statement von Martin Adokiya, Ghana: „Global (political) impact on the health system in Ghana“
    • Präsentation von Martin Adokiya, Ghana: „Global (political) impact on the health system in Ghana“
    • Statement von Dr. Marlies Reulecke, Missionsärztliches Institut Würzburg: „Kirchlicher Beitrag zur globalen Gesundheitsgerechtigkeit“

Beitrag von Dr. Marlies Reulecke in der Zeitschrift Herder Korresondenz 68 (04/2014): „Lebensrealitäten in den Blick nehmen. Mutter-Kind-Gesundheit in Afrika als Herausforderung für die Kirche“.

2013 - Communio und Communities – Neue Formen von Gemeinschaft in Gesellschaft und Kirche

In der deutschen Begriffstradition verbindet sich mit „Gemeinschaft“ über eine zweckrationale, meist ökonomisch motivierte „Vergesellschaftung“ hinaus das Element der persönlichen Nähe und Anteilnahme. Gemein-schaften leben aus der Kraft der menschlichen Beziehungen, aus einer gemeinsamen „Mitte“, die mehr ist als die Summe der Einzelnen. Als „identitätsstiftend“ unterliegen sie aber auch der Gefahr der Abgrenzung und Ausgrenzung anderer.

Unsere Kommunikationswelt wird immer durchdringender geprägt von elektronischen Medien, von einer (Selbst-)Sozialisation im Netz, einer Verfügbarkeit, die Chancen für freien Informationszugang und Mobi-lisierungskraft, allerdings auch Gefahren birgt, wie sie etwa aus Anonymität und Oberflächlichkeit erwachsen. Diese massive Beschleu-nigung der Kommunikation wie auch der wirtschaftlichen Dynamik, daraus resultierend die Kurzfristigkeit und Kurzlebigkeit der Beziehungen und Zusammenschlüsse, stellt die Frage nach dem Sinn und der Möglichkeit dauerhafter Gemeinschaftsbildung neu.

Die katholische Weltkirche hat seit dem II. Vatikanischen Konzil vor 50 Jahren den Begriff der „Communio“ wieder in den Mittelpunkt ihres Selbst-verständnisses gestellt. So begreift sie sich als Einheit „in und aus Teilkirchen“ (Lumen Gentium), aber auch als Zeichen für die Einheit der ganzen Menschheit. Was kann ein solcher, aus der „lebendigen Mitte“ Christus erwachsender Anspruch in einer Globalität bedeuten, in der sich einerseits eine „Welt(zivil-)gesellschaft“ herausbildet, andererseits die Konflikte um Identitäten – ethnische und religiöse z. B. – immer schärfer werden? Wie sollte die Kirche angesichts von wachsender Säkularität, Virtualität und von Vertrauensverlust in sie ihre eigene Vergemein-schaftung neu verstehen und beleben?

  • Präsentation Prof. Dr. Thomas Demmelhuber, Universität Hildesheim: „Soziale Netzwerke als Machtfaktor in Zivilgesellschaft und Politik“
  • Präsentation Jürgen Winnemöller, Theologe und Betreiber des Blogs „Katholon.de“: „Virtuelle geistliche Gemeinschaften“
  • ThesenpapierProf. Dr. Dr. Karl Gabriel, Universität Münster: „Von der Territorialpfarrei zur Netzgemeinde?“
  • Gliederung Prof. Chibueze Udeani, Universität Würzburg: „Universal Church – A Model of a global Community? – A reflection“
  • Thesenpapier P. Matías Omar Ruz, Córdoba/Argentinien, aktuell Universität Münster: „World Church and World Society – Is there a Global Community?“

vor 2013

Jahresakademie 2009: Wasser: Ressource – Ware – Lebensquell

  • Präsentationen Teil 1 /Teil 2
  • Festvortrag „Änderungen im globalen Wasserkreislauf und die lokalen Auswirkungen für die Bevölkerung“ von Prof. Dr. Paul L.G. Vlek vom Zentrum für Entwicklungsforschung in Bonn

Jahresakademie 2001: Zwischen Macht und Dienst: Eliten in Gesellschaft und Kirche heute. Jahresakademie 2001. Bonn, 2001; 135 S. ISBN: 3-926288-19-1, EUR 5,00

Jahresakademie 2000: Konflikte und gemeinsame Zukunft: Zur Frage von Schuld und Versöhnung in unserer Zeit. Jahresakademie 2000. Bonn, 2000; 127 S. ISBN: 3-926288-18-3, EUR 5,00

Jahresakademie 1999: Kreativiät – Schöpferisches Menschsein. Jahresakademie 1999. Bonn, 1999; 94 S. ISBN: 3-926288-16-7, EUR 4,50

Jahresakademie 1998: Das Volk Gottes in den Herausforderungen einer Gesellschaft. Jahresakademie 1998. Bonn, 1998; 160 S. ISBN: 3-926288-14-0, EUR 6,50