Der KAAD auf dem 2. ökumenischen Kirchentag

32 Stipendiaten/innen aus 20 Ländern nahmen auf Einladung des KAAD am 2. Ökumenischen Kirchentag vom 12.–16.Mai in München teil. Der Generalsekretär moderierte außerdem eine Podiumsdiskussion zur Lage der Christen im Nahen Osten.

Die jungen Studierenden zeigten sich überrascht von der Fülle des Angebots auf dem Kirchentag, der unter dem Motto stand „Damit ihr Hoffnung habt“. Eine kirchliche Großveranstaltung, die eine Millionenstadt wie München für 4 Tage zu einer Bühne des christlichen Lebens in Deutschland machte, hatte (außer vielleicht auf Weltjugendtagen) niemand von ihnen zuvor erlebt.


Besondere Aufmerksamkeit erhielt der KAAD durch die von der Geschäftsstelle und vom Partnergremium Palästina vorbereitete Podiumsdiskussion zum Thema „Strategien gegen den Exodus der Christen aus dem Heiligen Land.“ Generalsekretär Dr. Hermann Weber diskutierte das Thema mit KAAD-Alumna Dr. Hiyam Marzouqa (Chefärztin am Caritas Baby Hospital, Bethlehem) und Dr. Mitrí Raheb (Lutherischer Pastor an der Weihnachtskirche zu Bethlehem) sowie einigen KAAD-Stipendiaten. Auf einem zentralen Podium (Messegelände) verfolgten zahlreiche Zuschauer die spannende Veranstaltung, bei der die Gäste besonders darauf hinwiesen, welche Strategien auch junge Akademiker anwenden können, um sich beruflich im Heiligen Land (und anderen Ländern der Region) zu etablieren.


Die Teilnehmer/innen waren tief bewegt vom ökumenischen Charakter des Treffens und dem offenen Austausch untereinander. Viele kannten ein solches Miteinander von Katholiken, Protestanten und Orthodoxen aus ihrer Heimat nicht. Sowohl in katholischen Ländern (etwa in Lateinamerika) als auch in Gesellschaften mit einer marginalisierten Kirche (etwa in einigen Ländern Asiens) steht der ökumenische Gedanke oft nicht gerade im Vordergrund. Die Stipendiaten/innen werden die Idee einer praktischen Ökumene nun mit nach Hause nehmen.


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KAAD-Alumni heute


Ebtihal Abdel Kawi Shedid (Ägypten)

Wer Ebtihal Abdel Kawi Shedid zum ersten Mal begegnet, merkt es sofort: Kommunikation ist für sie Leidenschaft. Ein Stipendium des KAAD hatte es der Germanistin aus Kairo ermöglicht, sich zur Übersetzerin zu qualifizieren. Kurz vor Beginn der Revolutionswochen kehrte sie nach Ägypten zurück. Als Verantwortliche für das zweisprachige Webjournal "Transit" am Goethe-Institut Kairo, das Themen der jungen Generation in Nahost und Nordafrika aufgreift, gestaltet sie seit Sommer 2011 die gesellschaftlich-kulturelle Dynamisierung ihres Landes aktiv mit.

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