Naher und Mittlerer Osten

In einer weitgefassten regionalen Ausdehnung von Marokko bis Afghanistan umfasst das Referat Naher und Mittlerer Osten – mit Ausnahme Israels – Länder, in denen eine muslimische Bevölkerungsmehrheit lebt. Die etwa 15 Millionen Menschen christlichen Glaubens befinden sich in einer oft schwierigen Minderheitensituation. Das Regionalprogramm des KAAD verfolgt daher zwei zentrale Ziele: Die Stärkung christlicher Kirchen und Gemeinden im Nahen Osten und die Förderung des interreligiösen Dialogs und der Begegnung gesellschaftlicher Integrationskräfte. Im Sinne eines solchen aufrichtigen Dialogs werden auch Muslime in das Stipendienprogramm aufgenommen, die von unseren kirchlichen Partnern vorgeschlagen werden. Bitte beachten sie in diesem Zusammenhang auch unser Georges-Anawati-Stipendium für Forschungen zum Dialog zwischen Islam und Christentum.

Mit dieser doppelten Zielrichtung möchte das Programm auch einen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben in einer von vielen Konflikten gezeichneten Region leisten und helfen, die christlichen Gemeinschaften – entgegen einer vorherrschenden Tendenz zum Exodus – in ihrem gesellschaftlichen und akademischen Umfeld besser zu verankern.

Schwerpunktländer der Förderung für postgraduierte Akademiker mit einem Projekt für eine deutsche Hochschule sind Ägypten, Jordanien, Libanon, Palästina/Israel und Syrien.
Hinweis für Mediziner: Wir können grundsätzlich keine Facharztausbildungen in Deutschland fördern.

Stipendienanfragen bitte unter Verwendung des Fragebogens an:
Frau Claudia Dillmann: Dillmann(at)kaad.de

Die Partnergremien in unseren Schwerpunktländern finden Sie hier.


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KAAD-Alumni heute


Ebtihal Abdel Kawi Shedid (Ägypten)

Wer Ebtihal Abdel Kawi Shedid zum ersten Mal begegnet, merkt es sofort: Kommunikation ist für sie Leidenschaft. Ein Stipendium des KAAD hatte es der Germanistin aus Kairo ermöglicht, sich zur Übersetzerin zu qualifizieren. Kurz vor Beginn der Revolutionswochen kehrte sie nach Ägypten zurück. Als Verantwortliche für das zweisprachige Webjournal "Transit" am Goethe-Institut Kairo, das Themen der jungen Generation in Nahost und Nordafrika aufgreift, gestaltet sie seit Sommer 2011 die gesellschaftlich-kulturelle Dynamisierung ihres Landes aktiv mit.

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