Erzbischof Heße trifft KAAD-Alumni auf Äthiopienreise

Der Vorsitzende der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz und Sonderbeauftragte für Flüchtlingsfragen, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), reiste vom 20.-25. Mai 2019 nach Äthiopien, um sich über die Situation von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen in der Region zu informieren. Dabei besuchte er nicht nur die Flüchtlingscamps Jewi Camp in Gambella und das nordäthiopische Lager Mai Aini, sondern traf auch Vertreter der KAAD-Alumni-Vereinigung KASHA (KAAD Scholars from the Horn of Africa).

Außerdem ließ er sich von der KAAD-Alumna und amtierenden Ministerin für Development and Planning Äthiopiens, Fitsum Assefa Adela, über die derzeit angespannte Lage im Land berichten. Denn durch zunehmende ethnische Konflikte im Land suchen neben den 1 Millionen Geflüchteten aus Nachbarländern wie dem Südsudan und Eritrea nun auch ca. 3 Millionen Binnenvertriebene Schutz in anderen Teilen des Landes. „Der gegenseitige Hass verschiedener Stämme und Gruppen hat dramatische Ausmaße angenommen. Der für Äthiopien prägende ethnische Föderalismus ist in die Krise geraten. Gleichzeitig habe ich im Gespräch mit ehemaligen Stipendiaten des Katholischen Akademischen Ausländer-Dienstes (KAAD) erfahren, dass es auch ermutigende Ansätze für ein neues gesellschaftliches Miteinander in Äthiopien gibt“, berichtet Heße. Als ein Beispiel dafür führte er die neueingerichtete staatliche Versöhnungskommission an. Dr. Marko Kuhn, Leiter des Afrikareferates des KAAD, begleitete die Reise des Erzbischofs bevor er das jährlich stattfindende KASHA-Seminar in Gonder in Nordäthiopien besuchte.

Mehr Informationen zur Informationsreise der Migrationskommission sind unter https://www.dbk.de/themen/fluechtlingshilfe/informationsreisen/reise-nach-aethiopien-2019/ einsehbar.

Quelle: DBK; © Deutsche Bischofskonferenz/Jörn Neumann