KAAD veröffentlicht Jahresbericht 2019 – Ausfall der Jahresakademie 2020

Inmitten ungeahnt herausfordernder Zeiten auch für die Hochschullandschaft und die Entwicklungspolitik weltweit blickt der KAAD in seinem jetzt veröffentlichten Jahresbericht auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. 463 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus 56 Ländern konnten gefördert werden, weltweit fanden 62 Veranstaltungen mit 1797 Teilnehmenden statt.    Auch 2020 konnten wir noch vor der Verschärfung der Coronakrise in Deutschland einige wichtige Veranstaltungen durchführen, so zwei Seminare, ein großes Ortstreffen (Hamburg) und eine Auslandsakademie in Lima. Sogar unsere erste Auswahlsitzung des Jahres konnte noch weitgehend im Präsenzmodus stattfinden und uns inmitten von fast unplanbar gewordenen Zeiten ein Stück Planungssicherheit und Kontinuität schenken. Am 1. April haben mit PD Dr. Esther-Maria Guggenmos (Referatsleiterin Asien) und Martina May-Topalidis (Verwaltungsleiterin) zwei neue Mitarbeiterinnen in wichtiger Funktion ihren Dienst im KAAD aufgenommen.

Leider muss nun aufgrund der auch nach Ostern weiterhin geltenden Beschränkungen im öffentlichen Leben unsere für Ende April vorbereitete Jahresakademie ausfallen. Auf das Programm und die Wahl des Themas: „Macht und Freiheit der Sprache“ haben wir viel positive Resonanz bekommen und werden es daher weiterverfolgen, möglicherweise auch auf die Akademie des kommenden Jahres übertragen. Sobald die Beschränkungen entsprechend gelockert sind, werden wir unsere Seminararbeit wieder aufnehmen und versuchen, die ausgefallene Jahresakademie zumindest als Jahrestreffen der Stipendiatinnen und Stipendiaten in kleinerem Rahmen auch 2020 noch nachzuholen. Wer die Jahresakademien des KAAD kennt, wird verstehen, dass es dafür keinen „virtuellen“ Ersatz geben kann…

Mittlerweile hat innerhalb der weltweiten KAAD-Community ein lebhafter Austausch über die Erfahrungen und Strategien in und mit der Pandemie eingesetzt. Ernsthafte Erkrankungen haben wir in unserem Netzwerk bislang nicht zu verzeichnen. Die medizinischen Fachgruppen tauschen sich in Videokonferenzen bereits aus. Eine vertiefende interdisziplinäre Reflexion dieser Krise, ihrer Begleit- und Folgeerscheinungen bietet sich in ruhigerer Zukunft für unser globales Netzwerk an.