Örtliches Treffen in München am 12.10.2021

Gruppenbild im Lichthof der LMU

Am 12. Oktober 2021 kamen 17 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus insgesamt zwölf Nationen und aus allen fünf Weltregionen, für die und mit denen der KAAD arbeitet, in der KHG der LMU zusammen, um gemeinsam mit den Vertreterinnen der Katholischen Hochschulgemeinden der LMU und TU in München und Freising (Denise Polaczuk, Sabine Gerhard und Daniela Hamm), dem Münchner Vertrauensdozenten der KAAD-Stipendiat/innen, Prof. Dr. Markus Vogt, sowie Referentin Renate Flügel aus der Geschäftsstelle des KAAD in Bonn über aktuelle Projekte und Ziele ihrer Arbeit zu diskutieren. Alle Beteiligten waren dankbar, dass der Austausch über die gegenwärtigen Bedürfnisse der internationalen Studierenden in der Region Südbayerns sowie die Vernetzung der internationalen Stipendiatenschaft vor Ort nach langer Zeit wieder in Präsenz stattfinden konnte.

Die Gruppe freute sich, den Präsident des KAAD, P. Dr. Hans Langendörfer SJ sowie die Generalsekretärin des KAAD, Dr. Nora Kalbarczyk, zu empfangen, die sich als neues Leitungsteam des KAAD vorstellten und die Gelegenheit nutzten, sich unmittelbar von der Vielfalt der beeindruckenden Biographien und Forschungsprojekte der Stipendiatinnen und Stipendiaten zu überzeugen und mit der Gruppe ins Gespräch zu kommen.

DenkStätte Weiße Rose am Lichthof der LMU

Nach der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Zivilcourage und Widerstand als Bildungsauftrag“ durch einen Impulsvortrag von Vertrauensdozent Prof. Dr. Markus Vogt, Theologe und Sozialethiker an der LMU, diente der Gruppe eine Führung durch die DenkStätte Weiße Rose am Lichthof der LMU als praktisches Beispiel aus dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Dr. Umberto Lodovici schilderte hier sehr eindrücklich und bewegend das Wirken und Scheitern der Widerstandsbewegung um die Geschwister Scholl und Alexander Schmorell und konnte so das zuvor Diskutierte fest im Bewusstsein der Studierenden verankern. Die Parallelen zwischen den Lehren, die aus der Geschichte einer mitlaufenden und unkritischen Studentenschaft gezogen werden müssen und den zuvor diskutierten Förderzielen des KAAD einer offenen, engagierten und couragierten Zivilgesellschaft gingen allen Teilnehmenden spürbar unter die Haut und bestärkten die Gruppe in der Überzeugung, dass fachlich und ethisch gebildete Akademiker der eigenen Gesellschaft schuldig sind, angesichts von Unrecht und Gewalt nicht wegzuschauen, sondern für das ethisch Gute einzutreten, ihre Stimme zu erheben und ihr Talent und ihre Energie zum Wohle der Heimatgesellschaft und der Welt einzusetzen.

Ein sich anschließender Gottesdienst in der Kapelle der LMU, zelebriert von P. Dr. Hans Langendörfer SJ und musikalisch wundervoll gestaltet von Konrad Brückel sowie das gemeinsame Abendessen im Café Glockenspiel trugen entscheidend dazu bei, dass die internationale Gruppe durch das gemeinsam Erlebte ein Stück weiter zu der Gemeinschaft zusammenwachsen konnte, die den KAAD ausmacht.