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SUMMARY:KAAD-Jahresakademie 2026 Selbstbildnisse und Abgrenzungen: Auf der
  Suche nach Zugehörigkeit in einer krisenhaften Welt
DESCRIPTION:Die Welt ist von tiefgreifenden Krisen geprägt\, zu denen Kli
 mawandel\, politische Instabilität und Kriege sowie globale Ungleichheit 
 gehören. In dieser krisenhaften Weltlage wird die Frage danach dringender
 : Wer bin ich? Wohin gehöre ich? Denn Zugehörigkeit kann eine Kraftquell
 e sein: in familiären und nachbarschaftlichen Beziehungen\, in solidarisc
 hen Gemeinschaften\, zivilgesellschaftlichem Engagement oder interreligiö
 sem Dialog. Überall dort\, wo Menschen sich gegenseitig Anerkennung schen
 ken\, Verantwortung füreinander übernehmen und Räume des Vertrauens sch
 affen\, entstehen Erfahrungen echter Beheimatung.Doch wird die Antwort auf
  die Frage nach Zugehörigkeit verstärkt durch Abgrenzung bestimmt. Diese
  nimmt vielfältige Formen an: Autoritäre Bewegungen erstarken\, Ängste 
 vor Migration\, kulturellem Wandel oder auch Ressourcenknappheit werden po
 litisch instrumentalisiert. Im Zuge einer vorgeblichen Klärung von „Zug
 ehörigkeit“ entstehen neue exklusive Identitätsbilder\, die nicht selt
 en von patriarchalem und nationalistischem Denken begleitet werden. Durch 
 soziale Netzwerke erhalten diese Selbstbildnisse eine zusätzliche\, enorm
 e Reichweite und Wirksamkeit. In diesem Kontext wirken auch die Folgen vo
 n Kolonialismus und kultureller Dominanz bis heute fort. Besonders sind es
  indigene Gemeinschaften\, die vielerorts um die Anerkennung ihrer Identit
 ät\, ihrer Geschichte und ihres Lebensraums kämpfen. Gleichzeitig ist zu
  beobachten\, dass mancherorts auch religiöse Bewegungen und Akteure zur 
 Ausgrenzung beitragen — indem sie die religiöse Identität als Abgrenzu
 ngsmerkmal betonen. Kirchliche Stimmen weltweit\, nicht zuletzt der verst
 orbene Papst Franziskus in seiner Enzyklika Fratelli tutti sowie Papst Leo
  XIV bei vielen Gelegenheiten\, rufen darum eindringlich dazu auf\, fatale
  Abgrenzungen zu überwinden und Räume echter Geschwisterlichkeit und off
 enen Dialogs zu schaffen.In diesem Sinne möchte die 39. Jahresakademie de
 s KAAD zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft\, Polit
 ik und Kirche aus etwa fünfzig Ländern Selbstbilder und Abgrenzungsmecha
 nismen in ihrer gegenwärtigen Dynamik und aus globaler Perspektive heraus
  reflektieren\, um kritische Entwicklungen zu erkennen und Lösungsansätz
 e zusammenzutragen.
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p>Die Welt ist von tiefgreifenden Krisen gep
 rägt\, zu denen Klimawandel\, politische Instabilität und Kriege sowie g
 lobale Ungleichheit gehören. In dieser krisenhaften Weltlage wird die Fra
 ge danach dringender: Wer bin ich? Wohin gehöre ich? Denn Zugehörigkeit 
 kann eine Kraftquelle sein: in familiären und nachbarschaftlichen Beziehu
 ngen\, in solidarischen Gemeinschaften\, zivilgesellschaftlichem Engagemen
 t oder interreligiösem Dialog. Überall dort\, wo Menschen sich gegenseit
 ig Anerkennung schenken\, Verantwortung füreinander übernehmen und Räum
 e des Vertrauens schaffen\, entstehen Erfahrungen echter Beheimatung.<br /
 ><br />Doch wird die Antwort auf die Frage nach Zugehörigkeit verstärkt 
 durch Abgrenzung bestimmt. Diese nimmt vielfältige Formen an: Autoritäre
  Bewegungen erstarken\, Ängste vor Migration\, kulturellem Wandel oder au
 ch Ressourcenknappheit werden politisch instrumentalisiert. Im Zuge einer 
 vorgeblichen Klärung von „Zugehörigkeit“ entstehen neue exklusive Id
 entitätsbilder\, die nicht selten von patriarchalem und nationalistischem
  Denken begleitet werden. Durch soziale Netzwerke erhalten diese Selbstbil
 dnisse eine zusätzliche\, enorme Reichweite und Wirksamkeit.&nbsp\;<br />
 <br />In diesem Kontext wirken auch die Folgen von Kolonialismus und kultu
 reller Dominanz bis heute fort. Besonders sind es indigene Gemeinschaften\
 , die vielerorts um die Anerkennung ihrer Identität\, ihrer Geschichte un
 d ihres Lebensraums kämpfen. Gleichzeitig ist zu beobachten\, dass manche
 rorts auch religiöse Bewegungen und Akteure zur Ausgrenzung beitragen —
  indem sie die religiöse Identität als Abgrenzungsmerkmal betonen.&nbsp\
 ;<br /><br />Kirchliche Stimmen weltweit\, nicht zuletzt der verstorbene <
 i>Papst Franziskus</i> in seiner Enzyklika Fratelli tutti sowie <i>Papst L
 eo XIV</i> bei vielen Gelegenheiten\, rufen darum eindringlich dazu auf\, 
 fatale Abgrenzungen zu überwinden und Räume echter Geschwisterlichkeit u
 nd offenen Dialogs zu schaffen.<br /><br />In diesem Sinne möchte die 39.
  Jahresakademie des KAAD zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wi
 ssenschaft\, Politik und Kirche aus etwa fünfzig Ländern Selbstbilder un
 d Abgrenzungsmechanismen in ihrer gegenwärtigen Dynamik und aus globaler 
 Perspektive heraus reflektieren\, um kritische Entwicklungen zu erkennen u
 nd Lösungsansätze zusammenzutragen.</p>
LOCATION:Bonn\, Haus Venusberg (https://jugendpastoral.erzbistum-koeln.de/
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