Die neue Bezeichnung bringt deutlicher zum Ausdruck, was die Arbeit des Förderwerks seit vielen Jahrzehnten prägt: den internationalen akademischen Austausch zwischen Studierenden, Forschenden und Alumni aus unterschiedlichen Regionen der Welt.
Im Zentrum steht dabei ein Gedanke, der sowohl wissenschaftlich als auch theologisch verstanden werden kann: der Austausch von Gaben. Menschen bringen ihre Erfahrungen, wissenschaftlichen Perspektiven und kulturellen Prägungen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten ein und stellen sie in einen gemeinsamen Zusammenhang von Lernen, Forschung und Begegnung. Erkenntnis entsteht in diesem Verständnis nicht isoliert, sondern im Dialog.
Der neue Name greift diesen Gedanken bewusst auf. Er macht sichtbar, dass internationale Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht nur Unterstützung erhalten, sondern selbst Wissen, Perspektiven und Erfahrungen in den gemeinsamen akademischen Austausch einbringen.
Diese Perspektive ist bereits in den Anfängen des KAAD angelegt. Als Dr. Maria Alberta Lücker 1955 im Zentralkomitee der deutschen Katholiken die „Aktionsgruppe“ KAAD gründete, ging es darum, internationale Studierende in Deutschland nicht nur organisatorisch zu begleiten, sondern sie in eine Gemeinschaft des Lernens und des Dialogs einzubinden. Aus diesen Initiativen entstand 1958 der eigenständige Verein KAAD.
Der neue Name – Katholischer Akademischer Austauschdienst – knüpft an dieses ursprüngliche Anliegen an und rückt den Austausch von Wissen, Erfahrungen und Perspektiven stärker in den Mittelpunkt.



