Church at the Cutting Edge: Social and Pastoral Work in Marginalized Areas

Malindi, Kenia | 25.06.2026 - 28.06.2026

Die Diözese Malindi wurde im Jahr 2000 aus Teilen der Erzdiözese Mombasa und des Bistums Garissa gegründet, um die Verwaltung der Kirche und Pastoral näher an die verstreuten Gemeinden der nördlichen Küste Kenias sowie an die ariden und semiariden Gebiete der Verwaltungsbezirke Tana River und Lamu zu bringen. Diese Regionen verfügen über eine schwache Infrastruktur; nomadische Lebensweisen und geringe Wertschätzung von Schulbildung prägen das soziale Umfeld. Die Kirche reagiert darauf mit Bildungs-, Gesundheits- und Sozialprojekten, die besonders die Jugend und Frauen stärken sollen. 

Die pastorale Arbeit der Diözese ist geprägt von zwei Schwerpunkten: der „Erstevangelisation“ – also der erstmaligen Verkündigung des Evangeliums – und dem Dialog mit dem Islam, der im betreffenden Gebiet weit verbreitet ist. 

Der Diözesanbischof von Malindi, Willybard Kitogho Lagho, ist ein ausgewiesener Experte für den christlich-islamischen Dialog und seit vielen Jahren eng mit dem KAAD verbunden. Bereits in seiner früheren Tätigkeit als Generalvikar der Erzdiözese Mombasa stand er in engem Austausch mit KAAD-Alumni und Alumnae und begleitete ein Seminar der Vereinigung KASEA (KAAD Association of Scholars from East Africa). Vor diesem Hintergrund lädt er die Geförderten ein, die pastorale und gesellschaftliche Arbeit seiner Diözese kennenzulernen.

Im Fokus dieses Alumni-Seminars stehen Fragen regionaler Entwicklung: die Abhängigkeit der Küstenregion von Fischerei, Tourismus und Landwirtschaft, Herausforderungen durch Armut, Arbeitslosigkeit und Übernutzung von Ressourcen sowie die pastorale Antwort der Kirche. In den nördlicheren Gebieten stehen aufgrund wiederkehrender Dürren vor allem Wasser- und Hygienemaßnahmen, Nothilfe und Konfliktprävention im Mittelpunkt.

Zum Programm gehören Referate, Besuche von Projekten und Pfarreien, Gottesdienste mit Bischof Lagho sowie Exkursionen an Orte der Küste vor Malindi.