Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, deren Folgen jedoch höchst ungleich verteilt sind: Während die Länder mit dem größten Anteil an den globalen Emissionen meist über die Mittel verfügen, um den negativen Auswirkungen zu begegnen, sind andere Regionen ungleich stärker betroffen. Indigene Gemeinschaften des Globalen Südens sind in besonderer Weise den Folgen des Klimawandels ausgesetzt, obwohl sie für dessen Entstehung nicht verantwortlich sind.
Um dem Klimawandel Einhalt zu gebieten, bietet das Wissen indigener Gemeinschaften oftmals Schlüssel zur Bewältigung dieser Herausforderungen, etwa in der nachhaltigen Bewirtschaftung tropischer Wälder oder in der Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Betrachtet man allerdings die Implementierung von Entwicklungsprojekten oder sogar Klimaschutzmaßnahmen, spielt indigenes Wissen meist eine untergeordnete Rolle. Vielmehr sind indigene Gemeinschaften zunehmend Landraub, Verdrängung, Industrialisierung, Marginalisierung sowie Unterdrückung und Verfolgung ausgesetzt.
Dieses Seminar will das indigene Wissen Südostasiens sichtbar machen und darüber in den Austausch treten, wie es breiter in die internationale Entwicklungszusammenarbeit eingebracht werden kann – mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, politischen Entscheidungsträgern sowie Aktivistinnen und Aktivisten.
Die UN-Stadt Bonn bietet einen idealen Rahmen, um mit Organisationen der Vereinten Nationen in Kontakt zu treten und Einblicke in deren Arbeit zu gewinnen. Im digitalen Austausch mit indigenen Umweltaktivistinnen und -aktivisten aus Südostasien wird das Seminar die Perspektiven und Erfahrungen der Betroffenen in den Mittelpunkt rücken.
Klimagerechtigkeit und indigenes Wissen in Asien
Bonn, Haus Venusberg |
06.07.2026
- 09.07.2026


