In Bangkok führte Dr. Anselm Feldmann, Referatsleiter des Asien-Referates, Gespräche mit Geförderten und langjährigen Partnerinnen und Partnern. Im Anschluss dazu reiste er nach Jakarta, wo er gemeinsam mit Präsident P. Dr. Hans Langendörfer SJ, der erstmals als Präsident des KAAD zu einer Reise nach Asien aufbrach, Generalsekretärin Dr. Nora Kalbarczyk und Julia Breker aus dem Asien-Referat weitere Gespräche führte.
In Thailand standen für Anselm Feldmann die Begegnungen mit Partnerinstitutionen, Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie der Austausch über Studienbedingungen, berufliche Perspektiven und die Lage in Myanmar im Vorfeld der dort anstehenden Wahlen im Mittelpunkt. Die Stationen in Thailand trugen dazu bei, die bestehenden Kooperationen des KAAD in der Region zu stärken und akademische, kirchliche und gesellschaftliche Perspektiven zu verbinden.
In Bangkok kam Anselm Feldmann am 20. und 21. Oktober mit Vertreterinnen und Vertretern der Assumption University und der Mahidol University zusammen – beide sind langjährige Partnerhochschulen des KAAD. Gemeinsam mit Prof. Dr. Kitikorn Dowpiset, Vice President for Moral Development and Education, Assumption University, Prof. Dr. Glen Chatelier, Direktor des Office of International Affairs, und Rangsan Traibutra, Office of Graduate Studies, Assumption University, wurde das Förderprogramm reflektiert, das der KAAD seit 24 Jahren mit der Diözese Regensburg und der Universität unterhält. Besonders eindrücklich war das Gespräch über die Frage, wie myanmarische Studierende in Zeiten politischer Gewalt und Instabilität weiter unterstützt werden können und welche Formen von Begleitung in dieser Situation tragen.
An der Mahidol University stand die Begegnung mit Prof. Dr. Chartchalerm Isarankura-Na-Ayudhya, Dekan der Fakultät für Graduiertenstudien, und Dr. Sineewanlaya Wichit, stellvertretende Dekanin für internationale Beziehungen, Netzwerkentwicklung und Studierendenangelegenheiten, im Zentrum. Thematisch lag der Schwerpunkt auf Forschung, Nachwuchsförderung und Alumni-Arbeit, insbesondere im Bereich Public Health, in dem der KAAD in Zusammenarbeit mit der Bettina-Kattermann-Stiftung seit elf Jahren jährlich Stipendien an herausragende Studierende vergibt.
Bei einem Abendessen mit Drittlandstipendiatinnen und -stipendiaten aus Myanmar wurde deutlich, dass Bildung mehr ist als Wissensvermittlung: Sie bietet Halt, Gemeinschaft und Hoffnung in unsicheren Zeiten. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten äußerten den Wunsch, im kommenden Jahr selbst ein Seminar in Bangkok zu gestalten – ein Beispiel dafür, wie die Drittlandförderung akademische Räume schafft, die im Heimatland derzeit nicht bestehen können.
Ein weiteres Treffen führte Anselm Feldmann zu Pater Andreas Bordowski OP, Leiter der Deutschen Gemeinde in Bangkok. Nach dem Erdbeben in Thailand und Myanmar hatte er einen Spendenaufruf für die Betroffenen initiiert und damit ein starkes Zeichen gelebter Solidarität gesetzt. Dieses Engagement zeigte eindrücklich, wie katholische Netzwerke weltweit aus gemeinsam getragener Verantwortung heraus handeln.
Nach den Begegnungen in Thailand setzte der KAAD seine Dialogarbeit in Indonesien fort. P. Langendörfer reiste gemeinsam mit Nora Kalbarczyk und Julia Breker aus dem Asien-Referat nach Jakarta, um im Vorfeld der anstehenden Auslandsakademie in Indonesien Partnerinstitutionen zu besuchen und dort auf Anselm Feldmann zu treffen. Dieser erste Besuch des KAAD-Präsidenten in Asien stand im Zeichen der Zusammenarbeit mit katholischen Hochschulen und kirchlichen Partnern in der Region:
An der Atma Jaya Catholic University of Indonesia stand am 23. Oktober der Dialog mit Dr. Yanti, Vize-Rektorin für Innovation, Forschung, Kooperation und Alumni, und Adre Zaif Rachman, Leiter des International Office, im Zeichen der Frage, wie katholische Hochschulen Wissenschaft als Dienst am Menschen verstehen können. Zugleich wurde über Fördermöglichkeiten für Studierende und Lehrende sowie über die Rolle katholischer Hochschulbildung in der mehrheitlich muslimischen Gesellschaft Indonesiens gesprochen. Mehrere KAAD-Alumnae und Alumni, die heute an der Universität tätig sind, beteiligten sich aktiv an der Runde.
Im anschließenden Gespräch mit P. Dr. Leonardus Winandoko SJ, Sekretär für Schulbildung der Jesuit Conference of Asia Pacific mit Sitz in Manila, wurde die Bedeutung vernetzter, interreligiöser Bildungsarbeit deutlich – ein Anliegen, das den KAAD und seine Partner zugleich verbindet.
In Semarang fand anschließend die KAAD-Auslandsakademie 2025 statt, die Fragen globaler Ernährungssicherheit und sozialer Verantwortung in den Mittelpunkt rückte.
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Nach ihrem Abschluss setzten P. Langendörfer und Anselm Feldmann am 27. Oktober die Begegnungen in Jakarta fort. Gemeinsam mit Dr. Juliana Murniati, Vorsitzende des Partnergremiums Indonesien, Pater Hani Rudi Hartoko SJ, Vorsitzender der Kathedralpfarrei Jakarta, und Susyana Suwadie, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese Jakarta, besuchten sie den „Tunnel der Freundschaft“. Das Bauwerk, das die Kathedrale Mariä Himmelfahrt mit der Istiqlal-Moschee verbindet, steht in besonderer Weise für den gelebten interreligiösen Dialog in Indonesien. Der 2024 auch vom verstorbenen Papst Franziskus besuchte Tunnel verweist – in seinen Worten – darauf, dass die Gemeinsamkeiten der Religionen erkennbar werden, wenn man in die Tiefe geht.
Beim anschließenden Treffen mit Pfarrer Adi Prasojo, Generalsekretär der Erzdiözese Jakarta, wurde die Dynamik der katholischen Kirche in Indonesien sichtbar, die in einem Umfeld religiöser Vielfalt wächst und zugleich Verantwortung in der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs übernimmt.
Abgerundet wurde der Tag durch ein gemeinsames Abendessen, zu dem der KAAD das Partnergremium und den Vorstand von KONTAK, der Vereinigung katholischer Studierender aus Indonesien in Deutschland, eingeladen hatte. Damit verband sich der Dank für das herausragende ehrenamtliche Engagement sowie für die Vorbereitung und Durchführung der Auslandsakademie.
Der enge Austausch mit den indonesischen Alumnae und Alumni verdeutlichte, dass Zusammenarbeit und Vertrauen nicht nur Thema, sondern gelebte Praxis der Partnerschaft zwischen dem KAAD und seinen Partnerinnen und Partnern in Indonesien sind.










